St.-Anna-Route Verl

St.-Anna-Route Verl

St.-Anna-Route Verl

Alle Wegpunkte

Start: St.-Anna-Kirche in Verl, Bürmannstraße 13, 33415 Verl

Ziel: St.-Anna-Kirche in Verl, Bürmannstraße 13, 33415 Verl

Empfohlen für: Zu FußFahrrad

Länge: 30 Kilometer (Rundweg)

Dauer (Zu Fuß): 6,5 Stunden (Gehzeit)

Dauer (Fahrrad): 2 Stunden

Schwierigkeitsgrad: Gut begeh- und befahrbarer Weg bei gutem Wetter; bei Regenwetter könnten die unbenannten Fußwege matschig sein.

Beschreibung:

Aus Anlass des 500-jährigen Kirchenjubiläums (1512-2012) von St. Anna wurde dieser Radrundweg durch die Kolpingsfamilie Verl konzipiert. Er führt große und kleine Radler auf bequemen Wegen durch Teile des ehemaligen Kirchspiels Verl mit seinen typischen Landschaftsbildern von Feldern, Wiesen und Wäldern. Auf am Weg liegende, kulturhistorisch interessante Objekte, wie Gutshöfe, Denkmäler, Wegekreuze, Bildstöcke und Kapellen, wird besonders hingewiesen, ebenso auf landschaftsprägende Eindrücke. Der Rundkurs berührt zwischen Kaunitz, Verl und Sürenheide auch einige Stelen des Ökumenischen Besinnungsweges "Verler Kirchwege" mit dem Sonnengesang des Franz von Assisi.
Start und Ziel ist die St.-Anna-Kirche im historischen Stadtkern von Verl, die Weglänge beträgt 30,5 Kilometer.

500 Jahre Kirchengeschichte St. Anna

Mit dem Bau der Annenkapelle 1512 begann die eigentliche Siedlungsgeschichte der heutigen Stadt Verl. Um diese Kapelle entstand im Laufe der Zeit die heute noch vorhandene Kirchringbebauung. Um die Kosten für den Bau der Kapelle aufzubringen, erbaten sich die Siedler finanzielle Unterstützung beim Grafen Johann von Rietberg. Dieser stellte ihnen einen sogenannten "Geleitbrief" aus, um Spenden für den Bau der Kapelle sammeln zu können. In diesem zeitlichen Zusammenhang wurde das Verler Kirchspiel 1577 eigenständig, bis dahin gehörte Verl zum Kirchspiel Neuenkirchen. Die Zunahme der Bevölkerung brachte die Annenkapelle an ihre räumlichen Grenzen und deshalb wurde sie um 1650 erheblich erweitert.
Den Neubau einer größeren St.-Anna-Kirche genehmigte Fürst Wenzel Anton von Kaunitz-Rietberg im Jahre 1792. Die Gestaltung als klassizistische Hallenkirche wurde von ihm in Anlehnung an die Kirche von Austerlitz in Mähren festgelegt. Noch heute erinnert eine Inschrift am Westgiebel an Fürst Wenzel Anton.
1933-37 erfuhr St. Anna eine wesentliche Veränderung durch die West-Ost-Ausrichtung, die Erweiterung und Neuausstattung. 2013-14 erfolgte eine bauphysikalisch notwendige Außensanierung. In diesem Zusammenhang wurde auch die Innengestaltung überarbeitet. Das markante Deckengewölbe mit den 12 Apostelbildern aus der Feder von Heinrich Repke (1877-1962) erhielt eine farblich nuancierte abstrakte Deckenmalerei als Rahmen zur Einbeziehung der Bilder. Der Künstler Tobias Kammerer brachte drei Kreisel als verbindende Elemente zwischen die Apostelreihen auf.  Sie führen optisch eine Bewegung aus, man denkt an ziehende Wolken oder den Wind, eine Assoziation zum Bild des Heiligen Geistes, der brausend herniederkam. Thematisch werden die Schöpfungsgeschichte, die Heilsgeschichte des Neuen Testaments und des himmlischen Jerusalem dargestellt.

Wegverlauf:

Beginnend an der St.-Anna-Kirche zur Hauptstraße, dort rechts bis zur Bielefelder Straße, dort nach links, dann rechts in die Bleichestraße, nächste links in den Diekweg bis zur Kreuzung Am Wall. Von hieraus kann man den Weg entweder gegen den - oder wie hier beschrieben - im Uhrzeigersinn gehen: Der Straße Am Wall bis zur Bleichestraße folgen, dort rechts gehen. Dann in den Harfingweg, rechts ab über einen unbenannten Weg in den Rüschenweg, am Menkebach entlang. Rechts ab in die Brissestraße auf die Sender Straße in den Mergelweg, der Lehmkuhlstraße durch die Waldgebiete folgen über den Reitweg auf den Schmiedestrang. Durch die Siedlung Bornholte dem Nelkenweg, Bergstraße, Tulpenweg auf die Paderborner Straße, Richtung Rolandstraße. Über einen unbenannten Weg auf den Nachtigallweg; von der Lindenstraße auf die Bornholter Straße über den Frickenweg in die Bogenstraße. Die Straße Im Vien über den Strothweg auf den Westfalenweg, den Brummelweg in den Ortteil Sürenheide. Dort über die Thaddäusstraße auf die Feuerbornstraße, Wideiweg, auf die Bielefelder Straße. Am Wall den Rückweg wie oben beschrieben bis zur Kirche.

Autor/-in: Roland Behrendt und Ferdinand Hensler

Der Kommunalpolitische Arbeitskreis der Kolpingsfamilie Verl hat sich im Jahre 2007 gegründet. Das Ziel war mehr Ideen im kommunalen Bereich zu entwickeln und diesen nachhaltige Wirkung in der Öffentlichkeit unserer Stadt Verl zu verschaffen. Mit verschiedenen Aktivitäten ist dieses dem kleinen Kreis tatsächlich auch gelungen. So entstand z.B. der Besinnungsweg „Verler Kirchwege“ als Verbindung zwischen den Ortsteilen und den Kirchengemeinden. Zehn Stelen tragen jeweils eine Strophe aus dem Sonnengesang vom Heiligen Franz von Assisi. Im Jahre 2009 wurde der Weg eingeweiht und inzwischen gibt es dort jährlich ein Open-Air-Konzert mit sehr guter Resonanz in der Bevölkerung.
2012 feierte die Kirchengemeinde St. Anna das 500jährige Kirchenjubiläum. Dieses wurde vom Kommunalpolitischen Arbeitskreis zum Anlass genommen einen Radwanderweg durch die Teile des ehemaligen Kirchspiels Verl anzulegen. Diese neue St.-Anna-Route wurde 2012 eingeweiht, als Geschenk der Kolpingsfamilie an die Kirchengemeinde St. Anna.
Seitdem beschäftigt sich der Kommunalpolitische Arbeitskreis mit dem neuen ambitionierten Thema, der Errichtung eines Skulpturenparks für die Stadt Verl.

St. Anna – Keimzelle der heutigen Stadt Verl

Mit dem Bau der Annenkapelle begann 1512 die eigentliche Siedlungsgeschichte der heutigen Stadt Verl. Um diese Kapelle entstand im Laufe der Zeit die heute noch vorhandene Kirchringbebauung. 1577 wurde das Verler Kirchspiel eigenständig. Die Kapelle kam an ihre räumlichen Grenzen und wurde um 1650 erheblich erweitert.

Die Kirchringbebauung um St. Anna

Am Kirchplatz steht auch das heutige Heimathaus, dessen Ursprung als Ackerbürgerhaus 1615 belegt ist. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es immer wieder umgebaut und wechselnder wirtschaftlicher Nutzung unterworfen. Im Jahre 1983 erwarb die Gemeinde Verl das marode Gebäude. Nach einer umfassenden Renovierung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Heimatverein das 1986 eingeweihte heutige Heimathaus Verl.

Die Dorfmühle am nördlichen Ortseingang

Die Verler Dorfmühle am nördlichen Ortseingang wird erstmals im Jahre 1370 erwähnt. Das heutige Gebäude wurde um 1598 als Korn- und Sägemühle errichtet und zuletzt 1819 erneuert.

Wegkreuze am Diekweg

Bildstock mit einer Marienfigur, gestaltet wie die Turmspitze einer gotischen Kathedrale, erarbeitet vom Bildhauer Horst-Jürgen Hoburg. Im Sockelstein sindt ein Anker und ein Kreuz eingemeißelt, darüber die Inschriftplatte. Das alte Gehäuse stammt ursprünglich vom Verler Friedhof.

Das einzigartige Feldkreuz von 1999 am Tellersee

Dieses Feldkreuz unterscheidet sich in seiner Symbolik deutlich von den übrigen Wegkreuzen im Verler Land. Ein Christuscorpus aus Bronze mit im Todeskampf verkrampft erstarrten Händen ans Kreuz genagelt, der Kopf ohne Dornenkrone schaut himmelwärts. Die Füße sind nicht mit dem Kreuz verbunden, sondern schweben förmlich dem Himmel zu. Im Sockel sind drei Ähren als Bestandteil des Abendmahls dargestellt.

Entwicklungsstufen der Zwergschule Sende-Brisse

1827 wurde in Sende-Brisse eines von ehemals acht Verler Zwergschullokalen gegründet und 1894 durch ein neues Schulgebäude ersetzt. Im Jahre 1966 wurde auf dem Grundstück daneben eine neue Schule mit mehreren Klassenräumen errichtet.

Naturerlebnisse um den Lander- und Ölbach

Der Rastplatz an der Wegstrecke wurde von der Dorfgemeinschaft Sende errichtet. Ein informativer Waldlehrpfad wurde ebenfalls von den Mitgliedern der Dorfgemeinschaft geschaffen. Der Landerbach, von Stukenbrock kommend, durchfließt den Holter Wald als naturbelassener Bachlauf mit vielen Windungen und begleitenden Gehölzstreifen am Uferrand. Kurz vor der Stadtgrenze fließt er in den Ölbach.

Der Hof Große Schallau und der "Hühnerstall"

Inschrift am Deelentor der Hofstelle Schallau: "GOTT BEWARE MICH FÜR FEUR UND BRAND BESCHÜZE MICH MIT SEINER GNADENHAND I-N-R-I JACOB UND ELIESABEHT SCHOLLAU ANNO 1734 MIOSTEREIER DLN A3 NOVEMBER".

Auf dem historischen Kirchweg als Besinnungsweg

Die Stele am Baumweg trägt folgende Strophe: Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wind und die Luft, durch bewölkten und heiteren Himmel und jegliches Wetter; so erhältst du deine Geschöpfe am Leben. Sonnengesang des Franz von Assisi

Zur Bunten Mühle und Verler See

Dieser restaurierte Spieker von 1777 gehörte einst zum Hof Große Schallau, er wurde abgetragen und nach Greffen verkauft. Dort erwarb Peter Schlangenotto den Spieker, restaurierte ihn und errichtete ihn im Jahre 1990-91 neu am Lerchenweg. Zuvor hatte er hier die Hofstelle Clasbrummel erworben.

St. Judas Thaddäus in Sürenheide

Für die St.-Judas-Thaddäus-Kirche wurde 1953 der Grundstein gelegt. Der Bau einer Kirche war durch den Zuzug der vielen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge aus den Ostgebieten als Folge des Zweiten Weltkrieges notwendig geworden.

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