Weg der Begegnungen
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Weg der BegegnungenFünf sakrale Orte – fünf Tugenden – sieben Kilometer

Weg der Begegnungen

Alle Wegpunkte

Start: Parkplatz Hachener Straße, gegenüber der Katholischen Kirche, 59846 Sundern-Hachen

Ziel: Parkplatz Hachener Straße, gegenüber der Katholischen Kirche, 59846 Sundern-Hachen

Empfohlen für: Zu FußFahrrad

Länge: 7 Kilometer (Rundweg)

Dauer (Zu Fuß): 2 Stunden reine Gehzeit

Schwierigkeitsgrad: Überwiegend Wald- und Wiesenwege, mittlerer Schwierigkeitsgrad, niedrigster Punkt 250 Meter, höchster Punkt 430 Meter, festes Schuhwerk ist wünschenswert.

Beschreibung:

Wem wirst du begegnen? Anderen? Dir selbst? Deiner Sehnsucht?

Dieser Weg ist ein Weg der Begegnungen. Es ist ein Weg mit fünf sakralen Orten, die für fünf Tugenden: Güte, Gerechtigkeit, Liebe, Wahrheit und Weisheit stehen sollen.

Die Pilgerwanderung führt vom Parkplatz gegenüber der Hachener Kirche vorbei an einem Heiligenhäuschen, das Maria gewidmet ist, zum Heiligenhäuschen des Heiligen Laurentius. Weiter geht es zur Mariengrotte der Schönstätter Schwestern und zur Christophorus-Statue an der Brücke über den kleinen Fluss Röhr. Die Pilgerwanderung endet beim fünften sakralen Ort, und hier schließt sich der Kreis mit der Hachener Kirche, die den Namen Mariä Opferung trägt.

Der ganze Mensch ist ein Mensch, der heil ist. In diesem Sinne verstehe ich C.G. Jung, der gesagt hat: „Ich möchte lieber heil als gut sein.“ Und in diesem Sinne gehören für mich zu einem heilen Menschen unter anderem weibliche und männliche Elemente. Enden möchte ich mit einem Satz von Leo Tolstoi: „Everyone thinks of changing the world, but no one thinks of changing himself.“

Wegverlauf:

Vom Parkplatz gegenüber der Kirche in Hachen starten wir über die kleine Holzbrücke, halten uns links und folgen dem Straßenverlauf für ca. 30 Meter. Nach wenigen Metern biegen wir wiederum nach links bergauf in den Hessenweg ein. Das Heiligenhäuschen, das Maria gewidmet ist, liegt auf der rechten Seite. Wir gehen dorthin, gehen anschließend ca. 30 Meter zurück und folgen dem Weg, der links nach oben auf den Berg führt.

Diesem Weg folgen wir und gehen, wenn wir oben auf dem Bergrücken angekommen sind, nach rechts. Eine Wiese auf der linken Seite ermöglicht uns den Blick auf den Ort Enkhausen mit der Pfarrkirche St. Laurentius. Wir gehen weiter auf dem Weg, und nach einiger Zeit erreichen wir das Heiligenhäuschen des Heiligen Laurentius und folgen anschließend dem Weg nach rechts.

An einer Weggabelung nehmen wir den Weg, der rechts nach unten führt. Diesem folgen wir. Etwas später nach einer langgezogenen Rechtskurve (fast 180 Grad) wandern wir entlang des Weges weiter bergab durch das Asbecker Bachtal. Kurz bevor wir die Talsohle erreichen, sehen wir auf der linken Seite die Felsklippen am Mittelberg. Wir halten uns rechts und erreichen nach wenigen hundert Metern die Mariengrotte der Schönstätter Schwestern oberhalb der Sauerlandklinik.

Wir passieren die Sauerlandklinik und die Parkplätze auf der rechten Seite. Nach ca. 300 Metern nach der Sauerlandklinik folgen wir dem Weg, der bei den ersten Häusern nach links bergauf abzweigt. Nach einer moderaten Steigung von ca. 200 Metern sehen wir ein Hinweisschild zur Burgruine Hachen. Wir können einen Abstecher dorthin machen, bevor wir die Straße herunter in den Ort nehmen.

An der Brücke erreichen wir eine Christophorus-Statue und gehen dann weiter über die Brücke, halten uns rechts und nach wenigen Metern erreichen wir die Kirche Mariä Opferung mit dem gegenüberliegenden Parkplatz, dem Ausgangspunkt unseres Weges der Begegnungen.

Autor/-in: Bernd Maria Filz

Fünf Gründe haben mich im Wesentlichen bewogen, den Weg auf die Plattform zu stellen:

  1. Mich erinnert die Zahl 5 nicht nur an die fünf Tugenden, sondern auch an die fünf Wunden Christi sowie an das Bild von Leonardo da Vinci des vitruvianischen Menschen. Leonardo da Vinci hat die These des römischen Architekten Vitruvius in einer Zeichnung illustriert, in der der aufrecht stehende Mensch sich mit ausgestreckten Extremitäten sowohl in die geometrische Form des Kreises als auch in die des Quadrates einfügen lässt. Für mich bieten die fünf sakralen Orte mit den fünf Tugenden immer wieder Anregungen zum Nachdenken über das eigene Mensch-Sein.
  2. Ebenfalls kommt mir der fünfgezackte Stern von Bethlehem in den Sinn, der den Weisen den Weg zu Jesus gewiesen hat. Auch Christophorus fand auf seiner Suche nach Gott einen Weg, der ihn zu ihm führte.
  3. Die Zahl 7 erinnert mich nicht nur an die sieben Kilometer, sondern auch an die sieben Diakone im alten Rom, an die sieben Schmerzen und die sieben Freuden Mariens, an die sieben Tage der Schöpfungsgeschichte und an die sieben Tage der Woche.
  4. Ich bin davon überzeugt, dass wir Menschen eine Sehnsucht haben, von der wir oft nicht wissen, wonach wir tatsächlich suchen. Wir befriedigen allzu oft diese Sehnsucht mit allerlei materiellen Dingen. Wir sind wie viele Wanderer auf der Suche, wie bspw. auch Christophorus. Wir sind auf dem Weg, der wie in der Geschichte vom verlorenen Sohn letztendlich zurück zu Gott führt.
  5. Nicht zuletzt habe ich eine persönliche Beziehung zu den hier beschriebenen sakralen Orten, da ich als Kind öfter in Hachen bei meinen Großeltern war. Sie wohnten in einem Haus, das einen Steinwurf von der Kirche entfernt und an jener Brücke mit der Christophorus-Statue steht, die über die Röhr führt. Ganz nebenbei sei erwähnt, dass mein Opa aus Enkhausen stammt. Und ich bin dort im damaligen Krankenhaus geboren.