Mastholter Pilgerweg zwischen Traditi...

Mastholter Pilgerweg zwischen Tradition und Moderne Heiligenhäuschen trifft Miniburg

Mastholter Pilgerweg zwischen Tradition und Moderne

Alle Wegpunkte

Start: Jakobistraße 1, 33397 Rietberg-Mastholte

Ziel: Jakobistraße 1, 33397 Rietberg-Mastholte

Empfohlen für: Zu FußFahrradBarrierefrei

Länge: 5,5 km (Rundweg)

Dauer (Zu Fuß): 2 Stunden Gehzeit

Dauer (Fahrrad): 40 Minuten Fahrzeit

Schwierigkeitsgrad: Einfach; asphaltierte, gepflasterte oder wassergebundene Decken, ein Stück des Weges (der alte Prozessionsweg) führt durch Büsche und ist nur passierbar, wenn die Büsche zurückgeschnitten sind. Falls dies nicht geschehen ist, folgen Sie dem Straßenverlauf.

Beschreibung:

An der Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä. beginnt dieser Weg - aber auch viele Prozessionen starten und enden hier, zum Beispiel die Fronleichnamsprozession, die Bittprozession etc. Über Straßen durch Wohngebiete und "verwunschene" Pfade führt der Weg vorbei an einer Vielzahl von Bildstöcken und Wegkreuzen hin zur Miniburg und von dort wieder zurück zur Pfarrkirche.

Die Bildstöcke sind von Menschen fast ausnahmslos zum Dank für eine überwundene Krankheit, ein gerettetes Leben oder ähnliche positive Erlebnisse im Leben errichtet worden. Sie alle geben Zeugnis von dem tiefen Glauben und Vertrauen auf Gott und von der Dankbarkeit unserer Vorfahren.

Dem Erlöser am Kreuz wurde aber auch oftmals die Traurigkeit über den Tod eines geliebten Menschen durch Krieg oder Krankheit ans Herz gelegt oder der Verlust von Hab und Gut durch Feuersbrunst oder Blitzschlag.

Das Besondere, das für alle Bildstöcke gemeinsam gilt, ist die Tatsache, dass nachfolgende Generationen bzw. neue Besitzer der Grundstücke die Selbstverpflichtung übernommen haben, diese Bildstöcke zu erhalten und weiter zu pflegen.

Sämtliche Wegkreuze in Mastholte wurden bzw. werden nach und nach von Mitgliedern der Kolpingsfamilie restauriert.

Auch in der heutigen Zeit sehen sich einzelne Familien bewogen, auf ihrem Grundstück aus Liebe zu Gott, dem Allmächtigen, und der Gottesmutter Maria ein kleines Denkmal des Glaubens zu errichten.

Sie alle haben den einen Wunsch: "Möge der Glaube in unserer Gemeinde immer stärker werden und auch in Zukunft immer sichtbar und spürbar bleiben!" [vergl. Roswitha Röhr: "Glaubens-Bekenntnisse"]

Im Dorf gibt es viele Möglichkeiten zur Einkehr: Es gibt Eisdiele, Pizzeria, Imbiss und Restaurants.

Wegverlauf:

Start ist am Jakobsbrunnen, vor der Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä., an der Jakobistraße. Der Weg führt rechts um die Kirche herum Richtung Pfarrheim und dann die Jakobistraße weiter bis auf die Alte Landstraße. Dort biegen Sie links ab und folgen dieser Straße bis an die Dawestraße. Dort geht es links ab und wenige Meter weiter wieder rechts in den Immenweg. An der Gabelung geht es links weiter über einen Fuß-/Radweg bis auf die Birkenallee Ecke Rietberger Straße. Der Birkenallee folgen Sie wiederum bis auf die Alte Landstraße, dort biegen Sie links ab und dann wieder rechts in den Westernkamp. Nach dem zweiten Haus geht es links zwischen den Häusern auf einen Pfad, den "alten Prozessionsweg". Dieser Weg, der unter Büschen, Sträuchern und Bäumen entlangführt, kann nur passiert werden, wenn er frei geschnitten ist. Wenn dies nicht der Fall ist, weichen Sie über den Straßenverlauf (Westernkamp, Stukemeyerstraße) aus.

Am Ende des "alten Prozessionsweges" treffen Sie auf die Stukemeyerstraße. Dort geht's rechts weiter bis zum Seeweg, an dieser Stelle "Föntes Pättchen" genannt (so benannt nach dem Hofbesitzer Alfons Schlepphorst, der in Mastholte als "Institution" galt). Der Seeweg führt am Westufer des Mastholter Sees entlang und mündet auf dem Parkplatz vor der MINIstrantenBURG, am "Cruz de Ferro".

Nach einem Besuch der Miniburg (wenn das Gelände geöffnet ist) lassen Sie den See hinter sich und gehen oder fahren auf der Vennstraße Richtung Westen. Kurz vor der Brandstraße biegen Sie rechts ab auf die Ockerstraße. Dieser folgen Sie bis auf einen Fußweg, der hinter den Häusern entlangführt und direkt am Kindergarten MiniMax wieder auf die Stukemeyerstraße stößt. An der Kalefeldstraße biegen Sie scharf nach links ab und folgen dieser Straße bis auf die Brandstraße. Dort biegen Sie rechts ab und gegenüber dem Sportplatz wiederum links in die Große Wiese. Nach wenigen Metern zweigt nach rechts wieder ein Fuß-/Radweg ab. Diesem folgen Sie wiederum bis auf die Alte Landstraße. Dann geht es rechts auf die Lippstädter Straße, gegenüber dem Hof Duhme folgen Sie rechts der Jakobistraße bis zur Pfarrkirche.

Hier ist der Weg zu Ende - aber die im Jahr 2000 renovierte Pfarrkirche lädt noch zu einem Besuch ein. Geöffnet ist die Pfarrkirche "rund um die Gottesdienstzeiten" - siehe Wegpunkt "Pfarrkirche" - oder nach Absprache mit der .

Autor/-in: Maria-Luise Brockschnieder

Diesen Pilgerweg habe ich zusammen mit Werner Schlepphorst erarbeitet. Mit Roswitha Röhr habe ich lange und ausführlich über die Bildstöcke und Kreuze gesprochen. Und habe nebenbei zwei wunderschöne von ihr gestaltete Bücher kennengelernt: "Glaubens-Bekenntnisse - Bildstöcke und Wegekreuze in Mastholte" und "St. Jakobus Mastholte - Ein Bilderbuch zum Beten".

Beiden, Werner Schlepphorst und Roswitha Röhr, danke ich herzlich für ihre Unterstützung.

Jakobsbrunnen

Jakobsbrunnen "St. Jakobus zur Ehre", "Pastor Rudolf Bracht zum Danke" und "1994", so lauten die Inschriften auf dem Jakobsbrunnen vor der Pfarrkirche St. Jakobus d.Ä. Mastholte, dem südlichsten Ortsteil Rietbergs.

Bildstock Floer

Bildstock Floer Die Inschrift im Sockel des Heiligenhäuschens an der Alten Landstraße/Ecke Jakobistraße würdigt den Gräflichen Diener Johann Floer

Kreuz am Hof Schlepphorst

Kreuz Schlepphorst Das Holzkreuz mit reichhaltiger Schnitzerei (u.a. reliefartig eingearbeitete Marterwerkzeuge) wurde 1814 errichtet

MINIBURG

Miniburg Über den Seeweg gelangen Sie am Westufer des Mastholter Sees entlang zur MINIstrantenBURG, einer 2008 auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Weiken (Abbau von Sand im Baggersee) errichteten Anlage.

Heiligenhäuschen Pietà

Heiligenhäuschen Pietà Dieses Steinhäuschen, errichtet 1916, birgt eine Pietà – eine Darstellung der Gottesmutter, die ihren toten Sohn auf dem Schoß trägt.

Heiligenhäuschen Herz Mariens

Heiligenhäuschen Das letzte Heiligenhäuschen auf diesem Weg – auf anderen Wegen in Mastholte gibt es noch viele weitere – ist ein größeres, gemauertes Ziegelhäuschen mit einer Eisengittertür und birgt eine Statue der Gottesmutter, die auf ihr Herz weist.

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