Sechs engagierte Teilnehmende nutzten bei einem Fortbildungstag für Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter die Gelegenheit, ihre Erfahrungen zu vertiefen, neue Impulse zu gewinnen und sich untereinander zu vernetzen.
Unter der Überschrift „Erzähl!“ trafen sie sich in Werl zu einem intensiven Austausch über die Kommunikation in der Pilgerbegleitung.
Im Mittelpunkt des Tages stand die Frage, wie Pilgerbegleitung heute gelingen kann – mit einer klaren inneren Haltung, sprachlicher Kompetenz und einer authentischen geistlichen Präsenz. Themen wie Rollenklarheit, Kommunikation in herausfordernden Situationen sowie die eigene Sprachfähigkeit im Glauben wurden intensiv bearbeitet. Dabei ging es weniger um theoretische Grundlagen, sondern vielmehr um konkrete Praxis, Austausch und gemeinsames Lernen auf Augenhöhe.
Neben den inhaltlichen Einheiten wurde der Tag von vielen Teilnehmenden ausdrücklich als „Oasentag“ erlebt. Die ruhige Atmosphäre, das persönliche Miteinander und die Möglichkeit, auch die eigene Rolle zu reflektieren, machten die Fortbildung zu einer stärkenden Erfahrung. Das sonnige Wetter trug zusätzlich dazu bei: Der Klostergarten konnte aktiv genutzt werden und bot Raum für Gespräche, Begegnung und kollegialen Austausch.
Geleitet wurde der Fortbildungstag von Nikola Hollmann und Markus Ende, die beide über umfangreiche Erfahrung in der Ausbildung und Begleitung von Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleitern verfügen. Mit einer guten Mischung aus fachlichem Input, praxisnahen Übungen und geistlichen Impulsen führten sie durch den Tag.
Die positive Resonanz zeigt: Der Bedarf an solchen Formaten ist groß. Daher sind bereits weitere Workshops in Planung, die sich thematisch aus den Netzwerktreffen für Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter im Erzbistum Paderborn entwickeln werden.
Das nächste Netzwerktreffen findet am 14. November 2026 im Hotel Susato statt.
Der Fortbildungstag hat einmal mehr deutlich gemacht: Pilgerbegleitung lebt von Begegnung, Haltung und der Bereitschaft, den eigenen Glauben in Worte zu fassen – ehrlich, einladend und nah am Menschen.
Markus Ende