Begegnungen mit Maria
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Begegnungen mit MariaPilgerweg rund um Marienloh

Begegnungen mit Maria

Alle Wegpunkte

Start: Pfarr- und Wallfahrtskirche Marienloh, Detmolder Str. 359, 33104 Paderborn-Marienloh

Ziel: Pfarr- und Wallfahrtskirche Marienloh, Detmolder Str. 359, 33104 Paderborn-Marienloh

Empfohlen für: Zu FußFahrradBarrierefrei

Länge: 14 km (Rundweg)

Dauer (Zu Fuß): ca. 4 Stunden

Dauer (Fahrrad): ca. 1,5 Stunden

Schwierigkeitsgrad: Wegstrecke bis auf zwei Ausnahmen befestigt. Zwei Steigungen erfordern keine übermäßige Kondition.

Beschreibung:

Der Pilgerrundweg umfasst auf relativ engem Raum drei Orte, die zu einer Begegnung mit Maria, der Mutter Gottes, einladen. Statuen, Bilder und Bildhauerarbeiten zeigen Maria als Gottesmutter, als Himmelkönigin, emporgehoben aus dem alltäglichen Dasein, aber auch als Mutter, die ihren Sohn von der Geburt bis zu seinem gewaltsamen Tod begleitet.

Am Weg laden Marienkapellen, Bildstücke und Wegekreuze zum Innehalten ein. Die Fülle der religiösen Symbole und Darstellungen Marias können zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit der irdischen Maria und ihrer überirdischen Bedeutung, die die Gläubigen ihr im Laufe der Jahrhunderte zugewiesen haben, führen und die Fragen beantworten helfen: Was bedeutet mir Maria? Kann sie wegweisend für mein Leben sein? Kann sie mir helfen, an Gott zu glauben? Kann sie eine Fürsprecherin für mich bei Jesus sein?

Wegverlauf:

Wir starten vor der Pfarr- und Wallfahrtskirche Marienloh, Detmolder Str. 359. (WP1) Wer mag, kann im Cafe Eisklang gegenüber der Kirche zuvor eine kleine Stärkung zu sich nehmen. Der Weg führt entlang der Detmolder Str. in Richtung Paderborn. Hinter der Sparkasse biegen wir kurz in die Straße „Im Vogtland“ ein, um den Marienstein und den Brunnen zu betrachten. (WP2) Weiter auf der Detmolder Str. steht kurz hinter der Bekebrücke der Bildstock aus dem Jahre 1704.

An der nächsten Ampelkreuzung verlassen wir die verkehrsreiche Detmolder Str. und biegen links auf den Bücklerweg ein. Der Weg führt uns an Wiesen und Felder vorbei und lässt uns zur Ruhe kommen. Nach 900 m zeigt rechts der Zielwegweiser Benhausen den Weg, dem wir 2,6 km ständig geradeaus folgen, vorbei an einer Wegegabelung, in der ein Kreuz zur kurzen Rast einlädt. Es wurde 1950 von Xaver Vogt zum Gedenken an seinen im 2. Weltkrieg vermissten Sohn errichtet. Ein Zwischenwegweiser auf der rechten Seite zeigt uns, wo wir links abbiegen müssen. Es geht 800 m  bergauf. Der fantastische Blick von der Höhe und das einladende Schönstattzentrum mit der Marienkapelle lohnt die Mühe. (WP3)

Wir setzen unseren Weg fort vom Schönstattzentrum rechts weiter Straße Goldener Grund, durch den Bahntunnel in den Stadtteil Benhausen, dem Zielwegweiser Neuenbeken folgend. Nach 600 m biegen wir auf den Postweg ein, um sogleich nach rechts auf die Straße „Hinter den Zäunen“ den Weg fortzusetzen, nicht ohne zuvor am Postweg, Einmündung Hinter den Zäunen bei einem ansprechend gestalteten Heiligenhäuschen kurz zu verweilen. Wir sind jetzt auf einem alten Pilgerweg der Wallfahrer aus dem Hildesheimer Raum, die zum Fest des hl. Liborius nach Paderborn zogen. (WP4)

Wir überqueren die Bad Lippspringer Straße und folgen dem Zielwegweiser Neuenbeken auf der Straße Benser Heide. Die Straße Benser Heide mündet in einen Rad und Fußweg nach Neuenbeken. Kurz vor der Bebauung, wenn der Rad- und Fußweg nach Neuenbeken endet, steht wiederum ein Bildstock aus dem 18. Jahrhundert. Wenig später liegt vor uns die Pfarrkirche St. Marien. (WP5)

Nach dem Besuch der St. Marienkirche können wir auf zwei unterschiedlich langen Wegen unser Ziel Marienloh erreichen.

Wem ein Zwischenstop gelegen kommt, wählt den Weg über das Restaurant Redingerhof zum Ziel Marienloh. Wir folgen rechts der Gogreven Straße (L814), biegen wiederum rechts in den Horner Hellweg ein (steile Wegstrecke!) und dann links in den Renkerweg. Nach 1,5 km haben wir den  Redinger Hof erreicht.

Anschließend geht es direkt gegenüber der Einfahrt Redingerhof abwärts bis zum Kreuzweg (L937) (steiler, unbefestigter Weg) und kommen wieder auf die Grovenerstraße (L814), der wir in Richtung Marienloh ca. 1,6 km folgen. Wir biegen links ab, dem Zwischenwegweiser Marienloh folgend. 

Der direkte Weg nach Marienloh führt ab der Pfarrkirche entlang der Grovener Straße (L814) auf einem gut ausgebauten Fuß-/Fahrradweg ca. 3,7 km bis zum  Zwischenwegweiser Marienloh.

Nach der Abbiegung steht etwas später an der Gabelung ein 1883 errichtetes Kreuz als Dank für einen gewonnen Prozess. Am Sportplatz Breite Bruch vorbei kommen wir zur Detmolder Straße, die uns wieder zu unserem Ausgangspunkt Pfarr- und Wallfahrtskirche Marienloh führt. Kurz vor der Abbiegung erinnert ein Gedenkstein an die Loretokapelle. (W7)

Autor/-in: Birgit Tegethoff

Anlass dafür, den Pilgerweg zu konzipieren, war die Auseinandersetzung mit Maria, so wie sie in der Bibel erkennbar ist und in den traditionellen Bildern und Skulpturen dargestellt wird. Vor allem in den Vorbereitungen der Marienvesper zur Eröffnung des Wallfahrtsmonats in Marienloh und einer ökumenischen Marienandacht zusammen mit evangelischen und katholischen Frauen stellte sich mir die Frage, welches Bild ich von der Frau und Mutter Maria besitze.

Maria und die Geschichte Marienlohs

Der Marienstein wurde 1986 anlässlich des 950-jährigen Ortsjubiläums von dem Paderborner Bildhauer Josef Rikus geschaffen. In Anlehnung an das Gnadenbild in der Pfarrkirche war es die Intention des Künstlers, den religiösen Bezug der Änderung des Ortsnamens von Bendesloh zum heutigen Marienloh zu verdeutlichen. An der Ostseite ist „Bendeslo 1036“ und an der Nordseite „Marienloh 1986“ eingemeißelt. An der Wegegabelung der Straßen „Bendeslo“ „Im Vogtland“ stehen zwei Objekte, die Auskunft zur Geschichte Marienlohs geben. Sie ist eng verknüpft mit der Verehrung der Gottersmutter.

Schönstattzentrum Benhausen

Fast ist das Ziel auf der Höhe erreicht Die Schönstatt Kapelle in Benhausen ist der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt geweiht mit der Sendung „Heiligtum des Liebesbundes für Europa“.

Pfarrkirche St. Marien, Neuenbeken

Blick auf Neuenbeken, links ein Bildstock aus dem 18. Jh. Die Kirche ist ein kreuzförmiger Gewölbebau aus dem Anfang des 13. Jh, Die Weihe der Kirche an die Gottesmutter ist erstmalig für 1656 in einem Visitationsbericht bezeugt. Ursprünglich war die Patrone der Kirche wohl die Apostelfürsten Petrus und Paulus.

Rast am Redingerhof

Gutshaus und Cafe-Restaurant Redingerhof Gut Redingerhof, heute Haflingergestüt und Café-Restaurant, wurde als „Redinghusen“ 1271 erstmals urkundlich erwähnt.

Erinnerungsstele an die Loretokapelle

Erinnerungsstele an die Loretokapelle Die Stele aus Ibbenbürger Sandstein, gestiftet von Pfarrer Heinz Josef Löckmann aus Anlass seines 25-jährigen Wirkens in Marienloh, erinnert an eine Kapelle, die von 1680 bis 1848 unweit dieser Stelle das Marienloher Gnadenbild beheimatete.