Bibel, Beten, Bollerwagen
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Bibel, Beten, BollerwagenÖkumenisch pilgern im Siegerland

Bibel, Beten, Bollerwagen

Alle Wegpunkte

Start: Nikolaikirche Krämergasse 2, 57072 Siegen

Ziel: Wallfahrtsstätte Eremitage Eremitage 6, 57234 Wilnsdorf

Empfohlen für: Zu Fuß

Länge: 8 km

Dauer (Zu Fuß): 2,5 Stunden

Schwierigkeitsgrad: Es handelt sich um einen mittelschweren Weg mit ca. 220 m Höhenmetern Anstieg. Wanderer sollten sich auf einen steilen Aufstiege einstellen.
Die ersten 1,5 Km führen entlang öffentlicher Straßen, danach nur noch befestigte Waldwege bis zur Eremitage.
Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Beschreibung:

Das Reformationsjubiläum war der Anlass das Verbindende der Konfessionen zu entdecken und zu beleben. Das Unterwegssein in Stadt und Natur rückt die gemeinsame Verantwortung für die Welt und unsere Gesellschaft in den Mittelpunkt und weist auf den Auftrag für alle Christinnen und Christen hin.

Pilgern bedeutet „Beten mit den Füßen“. Diese Erfahrung kann beim „Ökumenisch pilgern“ von der Evangelischen Siegener Nikolaikirche bis zum Katholischen Wallfahrtsort am Siegener Stadtrand nach Wilnsdorf hin gemacht werden.

Entstanden ist der Weg aus Anlaß einer Veranstaltung unter dem Thema: Bibel, Beten, Bollerwagen. Näheres zu der Veranstaltung im Jahr 2017 erhalten Sie hier.

Wegverlauf:

Startpunkt ist der Kirchplatz vor der ev. Nikolaikirche in der Siegener Oberstadt. Der Weg führt Sie die Löhrstraße hinab zur kath. St. Marienkirche.
Wir folgen der Löhrstraße und dann über die Straße Löhrtor weiter bis zur B54, die Sie überqueren. Es geht links und sofort wieder rechts in die Schnabelstraße. Der Weg folgt bergauf der Schnabelstraße, dann links in die Hans-Kruse-Straße dann rechts steil bergauf in die Melanchthonstraßs die Sie bis zum Wendeplatz gehen. Hier beginnt der gut befestigte Waldweg, gekennzeichnet mit dem Gelb/Schwarzen Logo der Zubringerwege zum Rothaarsteig, diesem Zeichen folgt der Pilgerweg, vorbei an der Winchenbach-Schule, der SGV-Hütte Agnesenhof bis zum Wilnsdorfer Ortsteil Rödgen. Hier biegen Sie links in den Höhenweg ein, der Sie leicht bergab bis zur simultan genutzten Johanniskirche führt.
Nach der Besichtigung der Kirche und einen schönen Blick über das südliche Siegerland gehen Sie den Höhenweg wieder zurück bis Sie rechts in den ersten Waldweg einbiegen. Diesen Weg gehen Sie bis nach ca. 100m ein Wanderweg links abbiegt, folgen Sie diesen Weg ca. 1,5 Km dann haben Sie das Ziel, die Wallfahrtsanlage Eremitage, erreicht.

Von der Eremitage aus können Sie mit einem Linienbus aus zurück nach Siegen fahren.

Autor/-in: Hans Peter Kolbe

2017, im Jubiläumsjahr der Reformation, haben sich Protestanten des evangelischen Kirchenkreises Siegen und Katholiken des Dekanats Siegen gemeinsam auf den Weg gemacht. Sie sind von der Nikolaikirche in Siegen (evangelisch) zur Wallfahrtsstätte Eremitage (katholisch) gepilgert. 

Im Vorfeld haben sich vier ökumenische Arbeitsgruppen zusammengesetzt und vier auf dem Pilgerweg liegende Thesenstationen vorbereitet. Tandems aus Pfarrgemeinderat und Presbyterium, katholische und evangelische Jugendarbeit, Caritas und Diakonie sowie Telefonseelsorge und Familienberatung haben jeweils eine der 95 Thesen vom Martin Luther in die Moderne übertragen und auf ihrer Station vorgestellt. 

Die Teilnehmer am Pilgerweg erhielten dadurch Anregungen und Inspirationen für den nächsten Wegabschnitt. Wir haben uns während des Wegs von der Bibel inspirieren lassen, am Ende jeder Station gebetet oder ein Lied gesungen und den Bollerwagen brauchten wir um die ganzen Materialien der vier Gruppen transportieren zu können. Daher der Name des Wegs und der Veranstaltung: Bibel, Beten, Bollerwagen.
Da die Veranstaltung sehr beeindruckend war, habe ich den Weg hier eingestellt. Jetzt kann ihn jeder gehen und die besonderen Orte, evangelische und katholische und mit der Johanneskirche in Rödgen einen gemeinsamen Ort besuchen.

 

Die Winchenbachschule

Die Winchenbachschule war bis 2015 eine Hauptschule der Stadt Siegen, danach wird das Gebäude für das Weiterbildungskolleg der Stadt Siegen genutzt.

Johanneskirche Rödgen-Obersdorf

Die Johanniskirche in Wilnsdorf-Rödgen ist im März 1328 erstmalig urkundlich erwähnt und wird heute als Simultankirche mit einem gemeinsam genutzten Turm und zwei Kirchenschiffen genutzt.

Wallfahrtsanlage Eremitage Gnadenkapelle und Heiligenhäuschen

Der Jesuitenbruder Anton Hülse ließ im Jahr 1684 die Gnadenkapelle errichten als Nachfolgerin der im dreißigjährigen Krieg zerstörten Marienkapelle. Unter der Kuppel der Kapelle befindet sich seit 1707 das Grab des 1703 in jugendlichem Alter verstorbenen letzten katholischen Erbprinzen Franz Joseph, Sohn des Fürsten Wilhelm Hyazinth