Nethe-Auen-Trilogie
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Nethe-Auen-Trilogie

Nethe-Auen-Trilogie

Alle Wegpunkte

Start: Lange Str. 26, 33034 Brakel-Hembsen

Ziel: Lange Str. 26, 33034 Brakel-Hembsen

Empfohlen für: Zu FußFahrradBarrierefrei

Länge: 8,8 Kilometer (Rundweg)

Dauer (Zu Fuß): gut 2 Stunden reine Gehzeit

Dauer (Fahrrad): ca. 45 Minuten Fahrzeit

Schwierigkeitsgrad: Die Beschaffenheit des Weges ist meist sehr gut. Wir laufen über asphaltierte und gepflasterte Wege – mal Straße, mal Feldweg – Barrierefreier Weg. Da wir uns im Brakeler Bergland befinden, ist der Weg nicht immer eben. Aber er führt auch nicht zu einer konditionellen Überforderung.

Beschreibung:

Die Zahl 3 spielt auf unserem Pilgerweg, aber auch im christlichen Glauben eine zentrale Rolle. Gott ist für uns Vater, Sohn und Heiliger Geist. Dieser Pilgerweg führt durch 3 Dörfer, an denen jeweils 3 Wegpunkte besonders hervorgehoben werden. Verbindendes Element der Dörfer ist der Fluss Nethe, der sich durch die wunderschöne Landschaft schlängelt. Pilgern spricht den Menschen dreifach an. Es berührt Körper, Geist und Seele gleichermaßen.

Der Weg selbst ist barrierefrei, allerdings sind einige Wegpunkte nur über eine Treppe erreichbar.

Wegverlauf:

Vom Startpunkt/1. Station aus links gehalten, gehen Sie in die Kirchstraße an der Bushaltestelle Richtung Beller. Nach dem Verlassen der Ortschaft von Hembsen fällt die Blickrichtung rechts auf eine große Lindenbaumgruppe, wo auch die Grundschule von Hembsen zu sehen ist. Unter den großen Linden befindet sich eine kleine Kapelle mit dem heiligen Antonius, unser 2. Wegpunkt. Abwendend von dieser Station, fällt die Blickrichtung auf die Ortschaft Beller, welche das nächste Ziel ist. Nach ein paar hundert Metern überschreiten Sie das erste Mal den Fluss Nethe. Nach 100 m erreichen Sie die Kirche „St. Josef“, unser 3. Wegpunkt. Aus der Kirche kommend links halten auf der Hembser Straße.  Nach ca. 350 m sehen Sie die 4. Station „Schimmelfeders Kreuz“.  Hier biegen Sie nun in die Johann-Fleckner-Straße ein und folgen dem Weg ca. 250 m. Auf der linken Seite befindet sich der Friedhof. Hier ist unsere 5. Station, die „Lourdes-Grotte“.  Nun gehen Sie vom Friedhofstor aus links den Feldweg hinauf. Das ist der einzige Anstieg in unserem Pilgerweg. Hinter der Scheune nach ca. 350 m geht man an der nächsten Kreuzung nach rechts und nach ca. 150 m wieder rechts  in Richtung Erkeln (Wegweiser vorhanden). Nun folgt ein langer Weg von ca. 1,2 km. Dieser schöne ausblickreiche Weg dient hier zu einer stillen Meditation. Genießen Sie den Ausblick über die drei Dörfer, die Natur und die Stille.

Bei der Ankunft in Erkeln ist gleich rechts der Friedhof. Von hier aus geht man direkt auf die Kirche zu.

An der Ecke „Zur Steinbreite“ bitte den Blick nach rechts wenden, dort sieht man die Kirchmauer und nach ein paar Metern befinden Sie sich auf dem Kirchplatz. Einmal um die Kirche herum und Sie haben den Haupteingang gefunden, unser 6. Wegpunkt. Vom Kirchenhaupteingang aus halten Sie sich leicht links und folgen dem Weg bis zur Hauptstraße. Hier sind zwei scharfe Kurven hintereinander. Sie müssen sich weiter links halten und biegen nach der Kurve in den Kapellenweg ein (Wegweiser Marienkapelle). Am Ende des Weges ist die kleine „Marienkapelle“, 7. Wegpunkt, in der Rißkuhle zu besichtigen. (Auf Wunsch mit Voranmeldung, kann diese auch geöffnet werden). Von der Marienkapelle abwendend fällt der Blick auf eine kleine Steinmauer – bitte rechts an der Scheune vorbei. Hier beginnt der Rückweg des Pilgerrundweges. Hinter der Steinmauer rechts abbiegen auf die Hauptstraße (leider keine Bürgersteige).

Am Ende der Straße biegen Sie nach rechts in die Rheder Straße – hier wieder mit Bürgersteig – bis zur großen Kreuzung. Hier bitte links in die Neue Straße einbiegen, über die Nethebrücke rüber und nach dem Wohnhaus rechts runter. Nach ca. 20 m finden Sie das „Johlen-Kreuz“ – unser 8. Wegpunkt.

Wieder zurück auf der Hauptstraße gehen Sie wieder rechts und biegen nach dem nächsten Wohnhaus rechts in die Straße „Am Ortberg“ ein.

Dem Straßenverlauf ca. 2 km folgen. Auch dieser lange Weg führt Sie in die wunderschöne Nethelandschaft und dient wieder zur stillen Anbetung oder Meditation.

Wenn man die ersten Häuser von Hembsen sehen kann, biegen Sie links in die Siedlung (ca. 100 m weiter ist das Ortschild zu erkennen). Vom Ortsschild aus halten Sie sich geradeaus in die Fatimastraße. Nach ca. 150 m biegen Sie rechts in die Fatimastraße ein und folgen dieser noch ca. 300 m. Auf der Kuppe der Straße finden Sie links den letzten Wegpunkt des Pilgerweges – „Fatima-Anlage“.

Von der Fatima-Anlage aus folgen Sie weiter der Fatimastraße, an der nächsten Kreuzung links in die Straße „Im Märsch“ und gehen diese bis zum Ende, bis Sie wieder auf die Hauptstraße „Lange Straße“ gelangen. Nach rechts abbiegen und Sie erreichen nach ca. 400 m den Ausgangspunkt, die Pfarrkirche von Hembsen.

Autor/-in: Tatjana Ellebrecht, Susanne Krömeke, Sabine Müller, Andrea Titz, Michaela Wieners

Wir Christen sind getauft auf den Namen des dreieinen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Wir berufen uns damit auf die Taufe Jesu, bei der die Stimme Gottes zu hören war und der Heilige Geist herabschwebte. Drei Personen in Gott: So erklärte auch der heilige Patrick (der Nationalheilige Irlands) den Iren die Dreieinigkeit mit Hilfe eines Kleeblattes.

Die drei Dörfer Hembsen, Beller und Erkeln verbindet die Nethe und darüber hinaus einiges mehr. So „teilten“ sie sich über viele Jahrzehnte hinweg den zuständigen Geistlichen. Die jährliche Fronleichnamsprozession findet für die drei Gemeinden gemeinsam in Beller statt. So liegt es nahe, auch einen gemeinsamen Pilgerweg anzubieten.

Neben den genannten Wegpunkten markieren zahlreiche weitere Kreuze den Weg und zeugen von der tiefen Gläubigkeit unserer Vorfahren. Sie laden ein, innezuhalten, nach vorne oder auch zurück zu schauen.

Die sanft hügelige Landschaft des Weserberglandes schafft immer wieder Ausblicke, die uns erkennen lassen, wie wunderschön unsere Heimat ist. Lassen wir uns darauf ein!

Pfarrkirche St. Johannes Baptist Hembsen

Mittelpunkt der Gemeinde Hembsen: die St. Johannes Baptist Kirche. Die Errichtung der heutigen Kirche fand zwischen 1828 und 1840 statt. Da die Gemeinde wenige Eigenmittel besaß, wurde sie vornehmlich in Eigenleistung erbaut. Sie wurde 1840 zunächst nur benediziert und erst nach 118 Jahren am 5. Mai 1958 durch Weihbischof Dr. Rinteln konsekriert.

Angerlinde

Die Antoniuskapelle steht unter hohen alten Linden. Dieser Platz lädt zum Verweilen ein. Dieser Wegpunkt auf unserer Pilgerwanderung ist dem heiligen Antonius von Padua geweiht. Er starb am 13.6.1231. Das Häuschen unter den Linden wurde zurzeit Pfarrer Plugges (1887-1932) errichtet.

St. Joseph-Kirche in Beller

Dorfmittelpunkt in Beller ist die Kapelle St. Joseph. Im Jahre 1741 wurde am Schulplatz unter der Leitung von Pastor Detmar Schmitz eine kleine Kapelle errichtet. Mit nur zwei Sitzbänken rechts und links war dieses Gotteshaus allerdings bald zu klein.

Schimmelfeders Kreuz

Schimmelfeders Kreuz (bestehend seit 1943) Das Kreuz an der Ecke Hembser Straße / Johann-Fleckner-Straße wurde 1943 von der Familie Schimmelfeder errichtet.

Pfarrkirche St. Petri Kettenfeier Erkeln

Die St. Petri-Ketten-Kirche – Mittelpunkt der Gemeinde Erkeln. Die Pfarrkirche wurde in der Zeit von 1722-1744 durch Pfarrer Detmar Schmitz erbaut. Die alte Kirche stand weiter südlich auf dem Gelände. Der um die Kirche liegende Friedhof wurde an den Ortsrand verlegt. Eine Totenleuchte auf dem Kirchhof erinnert an die dort Bestatteten.

Marienkapelle

An der Marienkapelle haben die Pilger die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Die Kapelle ist idyllisch gelegen und lädt zu einer Rast ein. Die Marienkapelle wurde 1873 von den Eheleuten Augustin und Catharina Spellerberg, geb. Backhaus, errichtet. Sie diente zunächst als Station bei der Fronleichnams-Prozession.

Johlen-Kreuz

Das liebevoll gearbeitete Kreuz der Familie Johlen. Etwas versteckt auf unserer Pilgerroute liegt der nächste Wegpunkt. Es handelt sich um das Johlen-Kreuz, ein schlichtes Holzkreuz, das 1848 errichtet wurde. Es trägt die Inschrift I.N.R.I. und einen Korpus aus Holz.

Fatima-Anlage

Die wunderschöne Anlage rund um die Fatima-Madonna befindet sich im Ortsteil „Im Märsch“. Viele Gemeindemitglieder verweilen gerne hier oder entzünden eine Kerze. 1954 erhielt die Kirchengemeinde von der politischen Gemeinde einen Platz von der Größe eines Bauplatzes. Im gleichen Jahr wurde die Fatima-Madonna von Karl und Elisabeth Röver gestiftet und erbaut. Sie waren große Marienverehrer.