Religion verbindet
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Religion verbindetDekanatswallfahrt 2021 in Korbach

Religion verbindet

Alle Wegpunkte

Start: St. Marien Kirche Sachsenberger Landstraße 2, 34497 Korbach

Ziel: St. Marien Kirche Sachsenberger Landstraße 2, 34497 Korbach

Empfohlen für: Zu Fuß

Länge: ca. 3 Kilometer

Dauer (Zu Fuß): 1 Stunde

Schwierigkeitsgrad: leicht, es sind befestigte Wege, allerdings mit einigen Treppen

Beschreibung:

Ein Teil des Weges wurde im Jahr 2017 als ökumenischer Pilgerweg in Korbach entwickelt. Bei der Planung der Dekanatswallfahrt 2021 wurde der Wegverlauf leicht abgeändert und verbindet nun die katholische Pfarrkirche, die evangelische Kilianskirche und den jüdischen Friedhof. Die Synagoge, die sich in der Altstadt befand, wurde in der Progromnacht zerstört.
Der Weg, der die drei Religionen verbindet, startet an der kath. Kirche und führt in die historische Altstadt Korbachs. Es geht vorbei an der evangelischen Kilianskirche zum Jüdischen Friedhof. Der Rückweg führt wieder ein Stück entlang der alten Stadtmauer und passiert eine große Vogelvoliere mit vielen verschieden Vögeln.

Wegverlauf:

Sie gehen von der Kirche links in Richtung Altstadt, dem Straßenverlauf folgen, um die Kurve herum. Dann überqueren Sie die Straße und gehen Richtung Altstadt, quasi nach rechts.

Gehen Sie anschließend nach rechts, Richtung Stadtmauer/Freilichtbühne durch den sogenannten Totenhagen. Das ist ein alter Friedhof, der am Rande der Stadtmauer eingerichtet war. Inzwischen gibt es einen neuen Friedhof, unweit der St. Marien Kirche.

Dann queren Sie die Straße und gehen weiter geradeaus an der Freilichtbühne Korbach vorbei, wo in den Sommermonaten regelmäßige Aufführungen stattfinden und Fronleichnam die katholische Kirche ihren Fronleichnamsgottesdienst feiert.

Nachdem Sie den Teich passiert haben, können Sie nach links durch die Stadtmauer gehen und gelangen so in die Altstadt.

Halten Sie sich schräg rechts, vorbei am Altstadtcafe Tent, wo es leckeren Kuchen gibt.

Gehen Sie auf das Wolfgang-Bonhage-Museum-Korbach zu und biegen links zur Kilianskirche ab. An der Kilianskirche befindet sich der erste Wegpunkt.

Anschließend geht es an der Kilianskirche links vorbei. Sie passieren das evangelischen Gemeindehaus und ev. Dekanat. Nun gehen Sie die Treppe hinunter, geradeaus weiter durch die Altstadt. Am Ende der Straße gehen sie nach links in die Einbahnstraße hinein.

Bei der nächsten Möglichkeit gehen Sie nach rechts und laufen auf die große Kreuzung der  Heerstraße / Strother Straße zu. Sie überqueren die Kreuzung und gehen dann die Strother Straße hinauf. Nachdem Sie die Eisenbahnbrücke überquert haben, führt rechts eine Treppe in einen Weg hinein. Dort geht es Richtung Hexengarten. Auf der Anhöhe hat man einen Blick auf Korbach. Sie gehen weiter geradeaus zum jüdischen Friedhof.

Dort ist ein weiterer Wegpunkt.

Von dort gehen Sie weiter. Eine Brücke führt zurück über die Gleise. Unten kann man den Südbahnhof sehen. Es geht die Treppe hinunter und geradeaus wieder zur Heerstraße. Diese überqueren Sie und gehen schräg geradeaus in die Dalwigker Straße.

Nachdem Sie dem Straßenverlauf ein Stück gefolgt sind, gehen Sie links durch eine Bruchsteinmauer in den Park Katthagen. An der Vogelvoliere ist ein weiterer Wegpunkt.

Gehen Sie weiter an der Stadtmauer entlang bis zum Enser Tor. Sie gehen nach links durch das Enser Tor hindurch und bis zur nächsten Kreuzung geradeaus. Dort geht es nach rechts in die Jakob-Wittgenstein-Straße. Jetzt geht es zurück zur St. Marien Kirche.

Autor/-in: Barbara Schirm

Der Weg ist bei den Planungen der Dekanatswallfahrt 2021 entstanden. In einigen Gemeinden des Dekanats Waldeck wurden kurze Pilgerwege zu besonderen Orten erstellt, um den Gemeindemitgliedern die Möglichkeit zu geben, getrennt und doch verbunden zu pilgern.

St. Marien Kirche

Die Pfarrkirche St. Marien ist der Startpunkt dieses Pilgerweges. Die Kirche St. Marien ist die erste kath. Kirche Korbachs und wurde vor mehr als 100 Jahren erbaut. 1910 wurde die Kirche erbaut und am 1. Juli 1915 wurde sie durch Weihbischof Hähling von Lanzenauer geweiht. Da die Gemeinde durch den Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem 2. Weltkrieg stark gewachsen ist, wurde die Kirche 1958/59 erweitert.

Kilianskirche

Der Turm der Kilianskirche ist ein Wahrzeichen der Stadt. Die evangelische Kirche St. Kilian ist die Pfarrkirche der Altstadt. Sie wurde zwischen 1335 und 1450 als dreischiffrige Hallenkirche errichtet. Im Westen ist der quadratische Turm mit baroker Haube errichtet. Seit mindestens 475 Jahren findet am Heiligen Abend das Christkindwiegen vom Turm statt. Dabei steigen Männer auf den Turm und singen das Lied „Das ist der Tag, den Gott gemacht“ in alle vier Himmelsrichtungen. Dabei wiegen sie Laternen.

Jüdischer Friedhof

Die Anhöhe im Hexengarten bietet einen herrlichen Blick auf die Stadt. Seit 1750 lebten Juden in Korbach. Sie zeichneten sich durch soziale Hilfsbereitschaft aus. Durch den Nationalsozialismus verließen einige Juden Korbach oder wurden 1942 von der Gestapo deportiert. Durch den Nationalsozialismus verloren 42 Korbacher Juden ihr Leben. Auf dem Friedhof wurde ein Mahnmal errichtet.

Vogelvoliere

In der Vogelvoliere können verschiedene Vogelarten beobachtet werden. Die Vogelvoliere befindet sich im Katthagen und beherbergt zahlreiche Vogelarten. Bis zu 120 Vögel sind dort zu bestaunen. Ein Spielplatz in unmittelbarer Nähe lädt besonders Familien ein zum Verweilen.